Sri Aurobindo


Aurobindo Ghose wurde am 15. August 1872 in Calcutta/Indien geboren.

Im Alter von sieben Jahren schickte ihn sein Vater zusammen mit seinen beiden Brüdern nach England, wo er ab 1890 auf das Kings‘s College in Cambridge ging.

Im Alter von ca. 20 Jahren begann er, Interesse an der indischen Politik zu entwickeln. Im Alter von 21 Jahren kehrte er 1893 nach Indien zurück und war die folgenden 13 Jahre als Beamter, Professor und schließlich stellvertretender  Direktor des Baroda College in Baroda tätig. Er beschäftigte sich intensiv mit der  indischen Kultur, lernte Sanskrit und schrieb zahlreiche Gedichte. Während dieser Zeit war er außerdem Mitglied einer revolutionären Gruppe und spielte eine führende Rolle bei den geheimen Vorbereitungen für ein Aufbegehren gegen die britische Regierung in Indien. 1906 schloss er sich der indischen Unabhängikeitsbewegung an und wurde deren geistiger Führer. Im Mai 1908 wurde er der Aufwiegelung und des Verrats beschuldigt und inhaftiert. Das folgende Jahr im Gefängnis von Alipur sollte ein Wendepunkt seines Lebens werden, da er hier die unmittelbare Gotteserfahrung in allen Erscheinungen machte. Nach seiner Freisprechung 1909 setzte er noch eine Weile seine politische und journalistische Tätigkeit fort, bis er einem inneren Ruf folgte und sich vollständig aus dem politischen Leben zurückzog.

Am 4. April 1910 gelangte Sri Aurobindo in das damals französisch geprägte Pondicherrry an der Ostküste Indiens und widmete sich ganz seinem inneren spirituellen Leben und seiner spirituellen Arbeit.

Während seiner 40 Jahre in Pondicherry entwickelte er eine neue Methode der spirituellen Praxis, den Integralen Yoga. Das Ziel ist eine spirituelle Realisation, die nicht nur das Bewusstsein des Menschen befreit, sondern auch sein gesamtes Wesen transformiert.

Sri Aurobindo schrieb eine Reihe philosophischer Werke, unter anderem „Das Göttliche Leben“, „Essays über die Gita“, „Über den Veda“ und „Das Ideal menschlicher Einheit“.

1926 gründete er den Sri Aurobindo Ashram mit Hilfe seiner spirituellen Weggefährtin, Der Mutter. Im selben Jahr zog er sich von allen äußeren Kontakten zurück und widmete sich fortan innerer Arbeit, behielt allerdings eine intensive Korrespondenz mit seinen Schülern bei. In dieser Zeit vollendete er auch sein größtes literarisches Werk, das Epos „Savitri“.

Sri Aurobindo verließ seinen Körper am 5. Dezember 1950.



Sri Aurobindo's Symbol:
Das absteigende Dreieck 
repräsentiert Sat-Chit-Ananda –
Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit.

Das aufsteigende Dreieck repäsentiert
die strebende Antwort der Materie
in Form von Leben, Licht und Liebe.

Die Verbindung beider im Quadrat 
ist die vollkommene Manifestation,
die ihr Zentrum im Lotus,
dem göttlichen Avatar hat.

Das Wasser mit seinen sieben Linien
 steht für die Vielfalt der Schöpfung
sowie für die sieben Chakren,
bzw. Bewusstseinsbereiche.