Die Mutter


Mirra Alfassa wurde am 21. Februar 1878 in Paris geboren.

Ihr Vater, Maurice Alfassa, war ein türkischer Bankier. Ihre Mutter, Mathilde, stammte aus Kairo.

Sie wuchs im Paris der großen Maler des Impressionismus auf. Sie selbst war künstlerisch und musisch interessiert und absolvierte die Ecole des Beaux Arts. Ihr Interesse an Okkultismus führte sie 1905 und 1906 nach Tlemcen in Südalgerien, wo sie bei Max Theon und seiner Frau Alma lernte.Ihr Hauptanliegen war die spirituelle Entwicklung. 1906 gründete sie in Paris eine kleine Gruppe namens „Idea“, in der spirituelle Fragen und okkulte Phänomene diskutiert wurden.1914 reiste sie nach Pondicherry, um Sri Aurobindo zu treffen.

Am 29. März 1914 traf Die Mutter zum ersten Mal auf Sri Aurobindo, den sie als den erkannte, der ihre spirituelle Entwicklung schon seit vielen Jahren geleitet hatte.

Nach einem Aufenthalt von elf Monaten musste Die Mutter Indien im Februar 1915 wegen des Ausbruchs des ersten Weltkrieges verlassen. Sie blieb ein Jahr in Paris und ging dann für vier Jahre nach Japan.

Im April 1920 kehrte Die Mutter endgültig nach Pondicherry zurück. Im Jahre 1926, als der Sri Aurobindo Ashram gegründet wurde, übergab Sri Aurobindo die volle Verantwortung für dessen Leitung Der Mutter. Unter ihrer Führung – die noch fünfzig Jahre andauerte – erblühte und wuchs der Ashram.

Die Mutter verließ ihren Körper am 17. November 1973.

Die Mutter über sich selbst: „Ich gehöre keiner Nation, keiner Zivilisation, keiner Gesellschaft, keiner Rasse an, denn dem Göttlichen allein. Ich gehorche keinem Meister, keinem Herrscher, keinem Gesetz, keiner sozialen Konvention, nur dem Göttlichen allein. Dem Göttlichen habe ich alles hingegeben, meinen Willen, mein Leben, mein ganzes Wesen; ihm bin ich bereit, all mein Blut zu geben, Tropfen für Tropfen, wenn das sein Wille ist, mit vollkommener Freude; und nichts von diesen Gaben kann je ein Verlust sein, da alles vollkommene Wonne ist.“
Aus Words of Long Ago, Band 2, Seite 166 (Februar 1920, Japan)



Das Symbol Der Mutter:
Die drei Kreise mit ihren Aufteilungen
symbolisieren das Wesen der
Göttlichen Mutter.

Der innere Kreis steht für das
göttliche Bewusstsein.

Die vier Blütenblätter im zweiten Kreis
repräsentieren die vier Personalitäten
Der Mutter:
Maheshvari
die Gottheit des höchsten Wissens,
Mahakali
die Gottheit der höchsten Kraft,
Mahalakshmi
die Gottheit der höchsten Liebe und Wonne
und Mahasarasvati
die Gottheit des höchsten Könnens
und der Werke.

Der äußere Kreis symbolisiert
die zwölf Wirkweisen Der Mutter:
Streben, Ausdauer, Dankbarkeit,
Demut, Ernsthaftigkeit, Frieden,
Gleichmut, Großzügigkeit,
Guter Wille, Mut,
Fortschritt und Empfänglichkeit.